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Gesteinskunde 

Gesteinsart Magmatit: Wenn sich Erdplatten über- und untereinanderschieben, passiert Folgendes: Mineralien in größeren Tiefen werden Druck und Hitze ausgesetzt. Es bilden sich wasserfreie Mineralien (Wasser wird ausgetrieben), und das Wasser vermischt sich mit anderen Mineralien. Das bedeutet gleichzeitig, dass das neue Gemisch „leichter“ ist als der umgebene „Mantel“ und aufsteigt. Dadurch senkt sich der Schmelzpunkt und ein Teil des Mantelgesteins schmilzt. So entstehen flüssige Magmakammern. 

Untergruppe Granit: Schon Goethe sagte „Feldspat, Quarz und Glimmer, die drei vergess ich nimmer“. Es stimmt, dass diese drei Hauptmineralien in einer regelmäßigen Struktur vorhanden sind. Nebengemengeteile sind meist Erzmineralien. Granite sind die am meisten verwendeten Natursteine für den Innen- und Außenbereich. Granit ist aber kein Qualitätsbegriff. Wie bei jedem Gestein gibt es unempfindliche und empfindliche Sorten. 

Geologische Entstehungsgeschichte

Im Oberdevon war das Klima warm und trocken. Südamerika lag nahe des Südpols und es war die Zeit der Panzerfische, die bis zu 9 m lang werden konnten. Die ersten Landwirbeltiere eroberten die Erdoberfläche, waren aber noch Amphibien. Die ersten Ammoniten lassen sich ebenfalls im Devonzeitalter finden. Farne und Moose breiteten sich aus und produzierten den Sauerstoff. In den sumpfigen Gegenden der Erde bildeten sich die ersten Wälder, aus denen die ältesten Kohleschichten stammen. 

Vor etwa 400 Millionen Jahren befand sich der heutige Abbauort im Bereich einer polaren Vereisungszone. Unterhalb einer angehobenen Insel, die sich vom heutigen Spanien bis nach Südfrankreich erstreckte, bildete sich eine quarzreiche Magmakammer. Rund 200 Millionen Jahre später, nach dem Rückzug des Thetys-Meeres, begann das Gestein aufzusteigen. Dass Sardinien schräg aus dem Untergrund herausgehoben wurde, lässt sich daran erkennen, dass darüber Meereskalkstein liegt – ein weiteres Gestein, das heute ebenfalls abgebaut wird. In den vergangenen 35 Millionen Jahren sind diese Schichten über Granitvorkommen bereits größtenteils verwittert. Übrigens war Sardinien vor etwa 20 Millionen Jahren noch keine Insel, sondern Teil der norditalienischen Küste. Der Bianco Sardo gilt heute als Inbegriff italienischer Granite.