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Check: Diese Schadbilder sprechen für eine Sanierung (Ablösungen, Risse, Ausblühungen, Moos)

Ihr Hauseingang ist nass, rutschig oder sichtbar gealtert? Dieser Leitfaden zeigt die vier häufigsten Schadbilder an Außentreppen und Podesten – Ablösungen, Risse, Ausblühungen sowie Moos/Algen – und erklärt, wann eine Sanierung sinnvoller ist als Flickwerk oder Neubau. Mit klaren Ursachen, Risiken, Sofortmaßnahmen und einer Checkliste für die Entscheidung.

Auf einen Blick – Entscheidung in 30 Sekunden

  • Ablösungen/Hohllagen: Feuchte im Aufbau + Frost ⇒ Belag löst sich → Sanierung planen.
  • Risse: Bewegung/Setzungen, fehlende Bewegungsfugen ⇒ Feuchtepfade → Ursache klären & sanieren.
  • Ausblühungen: Weißliche Krusten (Salze) ⇒ Symptom für Feuchtewege → Entwässerung & Aufbau prüfen.
  • Moos/Algen: Stehende Nässe + Schatten ⇒ Rutschgefahr → Reinigung & rutschhemmende Oberfläche.

Draußen hat sich R11 als rutschhemmender Zielwert bewährt – die neue DIN EN 16165 vereinheitlicht die Prüfverfahren, legt aber keine Anforderungen fest (dguv.de).

1) Schadbilder richtig lesen

Ablösungen (Schalenbildung, Hohllagen)

  • Ursachen: Feuchte in Fugen/Schichten, FrostTauWechsel, ungeeignete Kleber/Untergründe.
  • Risiken: Kanten brechen, Platten wippen, Wasser dringt tiefer ein → beschleunigte Zerstörung.
  • SanierungsSignal: Hohlklang bei Klopfprobe, sichtbare Randablösungen, wippende Elemente.

Risse

  • Ursachen: Setzungen, thermische Längenänderungen, fehlende Bewegungsfugen, Korrosion.
  • Risiken: Risse werden zu Feuchtepfaden; bei Frost weiten sie sich.
  • SanierungsSignal: Risskarte (mehrere, wiederkehrende Risse), Zunahme der Rissbreite, Feuchteeintritte.

Ausblühungen (weiße, krustige Beläge)

  • Was passiert: Wasser löst Salze im Inneren und transportiert sie an die Oberfläche.
  • Merke: Symptom, nicht Ursache. Ein Zeichen für Feuchtewege oder falsche Details.
  • SanierungsSignal: Wiederkehrende Ausblühungen trotz Reinigung → Aufbau/Entwässerung korrigieren.

Moos/Algen

  • Ursachen: Stehendes Wasser, schattige Lage, organische Feinstaub/Pollenfilme.
  • Risiken: Rutschgefahr, optische Alterung, glatte Winterflächen.
  • SanierungsSignal: Flächiger Bewuchs trotz regelmäßiger Reinigung; Wasser läuft nicht ab.

2) Ursache vs. Symptom

Kosmetische Reparaturen (nur Fugen nachziehen, nur imprägnieren) halten selten lange, wenn Entwässerung, Fugenführung und Oberflächenwahl nicht zusammenpassen. Entscheidend sind:

  • Wasserführung: Gefälle, Tropfkante, ggf. Entwässerungsrinne – kein stehendes Wasser.
  • Fugenstrategie: Weniger/optimierte Fugen = weniger Angriffsflächen.
  • Rutschhemmung: Draußen mind. R11 als robuste Orientierung; die neue DIN EN 16165 definiert Prüfverfahren, fordert aber selbst keine Klass(en) (dguv.de).
  • Anschlüsse: Türschwelle, Sockel, Geländer und Bewegungsfugen fachgerecht lösen.

3) Entscheidungshilfe: Sanieren, Teilreparatur oder Neubau?

  • Sanierung: Tragwerk/Statik sind intakt, die Schäden betreffen Belag, Kanten oder Fugen.
  • Teilreparatur: Lokale Risse/Einzelschäden, Entwässerung funktioniert – Ursache (z. B. fehlende Bewegungsfuge) mit beheben.
  • Neubau prüfen: Schwere Setzungen, beschädigtes Tragwerk, unlösbare Geometrie/Höhenanschlüsse.

4) SchadbildCheck: Schritt für Schritt

  1. Klopfprobe: Hohlstellen lokalisieren.
  2. Risse kartieren: Breite/Verlauf, gibt es Bewegungsfugen?
  3. Wasserlauf prüfen: Bleibt Nässe stehen? Gibt es Rinne/Tropfkante?
  4. Bewuchs dokumentieren: Moos/AlgenZonen = Sicherheitsrisiko.
  5. Ausblühungen beobachten: Wiederkehr trotz Reinigung = Feuchteweg.
  6. Anschlusshöhen: Türschwelle/Podest, Kanten, Geländerfüße – sauber gelöst?

5) Sanieren – aber richtig (Anforderungen an die Lösung)

  • Rutschhemmung mind. R11 (bewährt für Außeneingänge und Außentreppen).
  • Fugenoptimierte Details und sichere Stufenvorderkanten.
  • Entwässerung: Gefälle, Tropfkante, Rinne; keine Pfützenbildung.
  • Außen geeigneter Naturstein/Belag mit geringer Wasseraufnahme, robust in Alltag & Winterdienst.
  • Planbarkeit: Visualisierung + Festpreis, kurze Sperrzeiten, idealerweise ohne Abriss.

6) Praxisbeispiel: Warum das InnoStoneSystem

  • Gegen Ablösungen: Systemaufbau für außen, reduziertes Fugenbild, robuste Kanten.
  • Gegen Risse: Definierte Bewegungsbereiche/Details; materialgerechte Übergänge.
  • Gegen Ausblühungen: Optimierte Entwässerung, minimierte Feuchtewege.
  • Gegen Moos/Algen: Rutschhemmende Oberfläche (mind. R11), fugenoptimiert, pflegeleicht.
  • Vorteile: Ohne Abriss, direkt wieder begehbar, wirtschaftlich planbar (Visualisierung + Festpreis binnen 24 h).

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7) FAQ – kurz & bündig

Kommen Ausblühungen nach der Reinigung wieder?
Ja, wenn die Feuchtewege bestehen bleiben. Ursache beheben (Entwässerung/Aufbau), nicht nur Symptom entfernen.
Moos/Algen einfach mit Hochdruck entfernen?
Schonender reinigen und die Ursache beseitigen (stehende Nässe). Andernfalls kehrt der Bewuchs schnell zurück.
Wann wird aus einem Riss ein Sanierungsfall?
Wenn Risse wiederkehren, breiter werden oder Feuchte eindringt – Ursache klären (Bewegungsfugen, Setzungen) und systematisch sanieren.

8) Checkliste zum Abhaken

  • ☐ Hohlstellen/Ablösungen nachgewiesen (Klopfprobe)
  • ☐ Risse kartiert; Bewegungsfugen geplant
  • ☐ Entwässerung mit Gefälle/Tropfkante/Rinne sichergestellt
  • ☐ Zielwert R11 für außen festgelegt
  • ☐ Außen geeignete Oberfläche + fugenoptimierte Details
  • ☐ Tür-/Sockel-/Geländeranschlüsse sauber gelöst
  • ☐ Visualisierung + Festpreis beauftragt

9) Quellen & Hintergrund

  • DIN EN 16165 – Europäische Norm, die Prüfverfahren zur Ermittlung der Rutschhemmung vereinheitlicht; sie legt keine Anforderungen fest, sondern beschreibt Messmethoden wie Rampentest, Pendel und Tribometer (dguv.de).
  • DIN 51130 / DIN 51097 – Ältere Normen für RKlassen (beschuht) bzw. A/B/C-Klassen (barfuß).
  • ASR A1.5 „Fußböden“ – Deutsche Arbeitsstättenregel, die Rutschhemmung für Verkehrsflächen beschreibt (R11 als Beispiel für Außeneingänge).
  • EN 14411 / EN 12371 / EN 1338/1339 – Normen zu keramischen Belägen, Naturstein und Betonpflaster (Frost-/Tau-Beständigkeit, Wasseraufnahme).
  • Praxisempfehlungen der DGUV/BAuA/BGHM – Hinweise zu Rutschhemmung, Reinigung, Winterdienst und Entwässerung im Außenbereich.