Rutschhemmungsklassen – Ideal für Eingänge im Außenbereich

Einfacher Regen, feuchtes Laub, rutschiger Schnee – Hauseingänge können durch äußere Einflüsse schnell Ihre Trittsicherheit verlieren. Umso relevanter sind Treppenstufen mit geeigneten Rutschhemmungsklassen für den Außenbereich.
In diesem Ratgeber gehen wir auf die verschiedenen Rutschhemmungsklassen, relevante Normen und praktische Tipps ein, die Ihren Eingangsbereich sicher machen.
Rutschhemmungsklassen kurz erklärt
Eine Rutschhemmungsklasse bewertet die Trittsicherheit von Bodenbelägen auf schiefen Ebenen bei Nässe oder Verschmutzungen. Diese Einteilung stammt aus der genormten Rampenprüfung und wird nach der europäischen Norm DIN EN 16165 (ehemals DIN 51130) geprüft.
Je höher dabei der sicher begehbare Neigungswinkel ausfällt, desto höher wird die Rutschhemmung eingestuft (von R9 niedrig bis R13 sehr hoch).
Besonders im gewerblichen Kontext müssen bestimmte Werte eingehalten werden, sodass eine Trittsicherheit gewährleistet werden kann. Für die Rutschhemmung im Außenbereich hat sich die Rutschhemmungsklasse R11 etabliert, wohingegen eine Rutschhemmung von R12 oder R13 meist nur in stark verschmutzten Gewerbezonen nötig wird. Und auch für den privaten Bereich wird mindestens eine Rutschhemmung von R11 empfohlen – besonders im Außenbereich, wo Nässe vermehrt auftritt, wie bei Eingangsbereichen, Terrassen oder Kellerabgängen.
Rutschhemmungsklassen im Überblick
| Klasse | Typischer Anwendungsbereich |
|---|---|
| Rutschhemmung R9 | Innen, überwiegend trocken – z.B. im Flur |
| Rutschhemmung R10 | Übergangszonen, die selten feucht sind – bspw. überdachte Eingänge |
| Rutschhemmung R11 | Offener Hauseingang, Außentreppe oder Podeste |
| Rutschhemmung R12 | Stark feuchte oder verschmutzte Bereiche – vor allem im Gewerbe |
| Rutschhemmung R13 | Extreme Rutschbelastung – vor allem in Industriebereichen, in denen mit Fetten oder Ölen gearbeitet wird |
Praxistipps: So wird Ihr Eingangsbereich zu Hause wirklich sicher
1. Geeignete Oberfläche & Materialien wählen
Für offene, nicht überdachte Eingangsbereiche von privaten Immobilien empfiehlt sich die Rutschhemmungsklasse R11. Bei überdachten, eher trockenen Außenbereichen kann auch eine Rutschhemmungsklasse R10 ausreichen.
Wichtig dabei ist, dass Sie Übergänge homogen gestalten: Wenn unterschiedliche Beläge aufeinandertreffen, sollten möglichst benachbarte Rutschhemmungsklassen (z. B. R10 und R11) kombiniert werden. So kann eine bestmögliche Griffigkeit gewährleistet werden und es kommt nicht zu Stolperfallen.
Einige Materialien wie Naturstein mit angerauten Oberflächen eignen sich dabei besonders für eine ausreichende Rutschhemmung im Außenbereich.
2. Geeignete Entwässerung einplanen
Planen Sie ein leichtes Gefälle, sodass kein Wasser auf den Flächen und Stufen stehen bleibt – denn das reduziert die Trittsicherheit und erhöht die Rutsch- und Verletzungsgefahr.
3. Regelmäßige Reinigung & Pflege
Reinigen Sie die Oberflächen regelmäßig und befreien Sie sie von möglichen Schmutz- und Fettfilmen, die die rutschhemmenden Eigenschaften der Stufen beeinträchtigen können.
Laub, Moos und Schnee sollten zudem frühzeitig entfernt werden, da sie die Trittsicherheit ebenfalls einschränken. Im Winter können geeignete Wintermittel unterstützend wirken, wenn Sie die Oberflächen nicht zusätzlich “glätten”. Achten Sie aber darauf, dass gängiges Streusalz Imprägnierungen und Materialien angreifen kann.
Mehr zur richtigen Reinigung und Pflege erhalten Sie in unserem Ratgeber zum Thema „Podest & Natursteintreppe reinigen und pflegen“.
Normen & Regelwerke – was zählt wirklich?
Bei Arbeitsstätten, öffentlichen Gebäuden oder bei Gewerbeimmobilien gelten konkrete Mindestwerte, die eingehalten werden müssen. Hierfür gibt es folgende Regelwerke:
- ASR A15 „Fußböden“ (DE): Macht Vorgaben zur Rutschhemmung in Arbeitsbereichen und teilt die Rutschhemmungsklassen in passende Bewertungsgruppen ein – z. B. R11 für beanspruchte Verkehrsflächen im Außenbereich.
- DIN EN 16165 (EU): Legt einheitliche Prüfverfahren für die Rutschhemmung fest – z. B. Rampentests (mit Schuhen oder barfuß), Pendeltest oder Messung mit Tribometer und ist Gleichwertigkeit zum früheren DIN-51130-Rampenverfahren. Sie definiert allerdings keine Anforderungen für konkrete Einsatzbereiche, sondern beschreibt nur, wie geprüft wird.
Für Privathaushalte sind die Klassen nicht bindend, sondern gelten als sinnvolle und bewährte Orientierung – insbesondere für rutschhemmenden Treppenstufen bei nicht überdachten Eingangsbereichen.
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Häufige Fragen zu Rutschhemmungsklassen
Rutschhemmend bedeutet, dass eine Oberfläche so beschaffen ist, dass man darauf weniger leicht ausrutscht – auch wenn sie z. B. nass oder verschmutzt ist. Wie rutschhemmend ein Belag ist, lässt sich je nach Einsatzbereich durch Prüfverfahren und Klassen (z. B. R-Werte) einordnen.
Für offen liegende, nicht überdachte Eingänge und Treppen ist eine Rutschhemmung von R11 eine bewährte Empfehlung. Bei geschützten, überdachten Eingängen kann auch die Rutschhemmungsklasse R10 genügen.
Rutschhemmungsklassen gelten für Bereiche, in denen beschuhtes Gehen üblich ist wie in Eingangsbereichen und auf Außentreppen.
Die ABC-Klassen bieten hingegen ausschließlich für Barfußbereiche wie Pools oder Duschen eine geeignete Klassifizierung zur Trittsicherheit.
Die europäische Norm vereinheitlicht die Prüfmethoden zur Trittsicherheit europaweit und ist zum alten DIN-51130-Verfahren für beschuhtes Gehen äquivalent. Die Anforderung leiten nationale Regeln und Anwendungsfälle ab.

Auf einen Blick – Das Wichtigste zusammengefasst
- Welche Rutschhemmungsklassen gibt es?: Die R-Klassen R9–R13 gelten für begehbare Flächen mit Schuhen. Je höher der Wert, desto rutschhemmender und sicherer die Oberfläche.
- Empfehlung für private Eingangsbereiche: Für stark wetterbeanspruchte Eingänge und Außentreppen gilt R11 als bewährter Richtwert. Im privaten Bereich ist das keine Pflicht, aber eine sinnvolle Orientierung.
- Neue EU-Norm (DIN EN 16165): Sorgt dafür, dass die Prüfmethoden europaweit einheitlich sind (z. B. Rampentest). Welche Klasse wo nötig ist, hängt weiterhin vom Einsatzbereich und ggf. nationalen Regeln ab.
- Wichtig für die Praxis: Rutschhemmung funktioniert am besten, wenn Oberfläche, Entwässerung und Reinigung optimal ineinandergreifen.
Unsere Checkliste hilft Ihnen dabei, bei der Planung von Treppen im Außenbereich an alles Wichtige zu denken:
- Nutzung klären: Offen oder geschützt? Ist mit Nässe, Laub oder Schnee zu rechnen?
- Rutschhemmung festlegen: Außen meist R11 als bewährter Standard, in geschützten Bereichen ggf. R10.
- Entwässerung einplanen: Wasser muss abfließen können – stehendes Wasser auf den Stufen ist ein Sicherheitsrisiko.
- Material & Details definieren: Z. B. saubere Stufenkanten, passende Anschlüsse und Übergänge und keine ungünstigen Kombinationen unterschiedlicher Oberflächen wählen.
- Reinigung & Winterdienst mitdenken: Geeignete Reinigungsmittel verwenden, regelmäßige Pflege und Streu- und Räumkonzept einplanen.
- Angebot & Visualisierung anfragen: Bei InnoStone erhalten Sie innerhalb von 24 Stunden eine Rückmeldung.
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Jetzt Referenzen ansehenQuellen/Hintergrund
- ASR A1.5 „Fußböden“ – Zuordnungen/Orientierung für Arbeitsbereiche (nützlich als Referenz für Außenbereiche). BG BAU
- DGUV FAQ zur DIN EN 16165 – Äquivalenz der neuen EU-Prüfverfahren zum früheren DIN-51130-Rampenverfahren. dguv.de
- DGUV Information 207-006 / DIN 51097 – A/B/C-Klassifikation (Barfuß-Nassbereiche). DGUV Publikationen
- DGUV/BGHM Praxis – Reinigung, Laub/Moos entfernen; Entwässerung sicherstellen. bghm.de